Einige
kleine bewegende Geschichten :

Ein gutgemeinter Rat vor und zum Hundekauf !
Hunde
von guten und gewissenhaften Züchtern kosten zwischen
500
- 1500 Euro je nach Rasse.
Wenn
Sie Ihren Hund bei Hundehändlern oder Schwarzzüchtern
kaufen ,
bezahlen
Sie nur 50 - 250 Euro.
Doch
die Folgekosten wie böse und oft tötliche Krankheiten
, Impfungen ,
weitere
Risikoerbfolgen und Erkrankungen sind viel höher als
der
Preis eines Welpen ,
den
Sie bei einem guten und gewissenhaften Züchter kaufen.
Kaufen
sie keine Tiere auf der Straße ,
Autobahnraststelle
oder auf Märkten !
Machen
sie sich kundig über den Züchter und seine Zucht !
Gute
und gewissenhafte Züchter züchten höchstens zwei
Rassen ,
haben
insgesammt nur bis zu drei Zuchttiere und
züchten
in ihrem Haus oder ihrer Wohnung.
Zwingeranlagen
, Schuppen oder Hundehäuser sind
nicht
tragbar und Tiergerecht !
Tiere
gehören unter Menschen !
Von
größeren Züchtern rate ich jedem Hundefreund
und
der es werden will dringendst ab.
Der
Verband ist egal , der Züchter ist entscheident.
Jeder
Verband hat seine schwarzen und böse Schäfchen !!??!!
Bevorzugen
sie jedoch möglichst einen FCI Züchter und
in
Deutschland den VDH ,
denn
in ihm sind alle Rassen vertreten.
Hundezucht
muss ein Hobby bleiben und darf nicht zu einem
Beruf
zum Lebensunterhalt ausarten .
Hundezucht
ist eine Berufung !
Es
geht um ein Lebewesen und nicht um eine Ware.

Dies
ist die Geschichte von Lea, einem Hund,
der
von illegalen Hundehändlern stammt.
Ich
weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. Es
war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere
mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber Sie war oft krank
und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und
meine Brüder und Schwestern. Die meisten von ihnen waren
plötzlich gestorben. Als sie mich von meiner Mutter wegnahmen,
hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne
waren kaum durchgestoßen und ich hätte meine Mama doch
noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht. Die
Menschen sagten, das sie jetzt endlich Geld wollten und dass das
Geschrei meiner Schwester und mir Ihnen auf die Nerven gingen.
So
wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht.
Wir
kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten,
ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten.
All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche
- wir sind in einem PETSHOP, einem Laden, wo es viele Tiere gibt.
Einige
miauen, andere piepsen, einige Pfeifen. Wir hörten auch das
Wimmern von anderen Welpen. Meine Schwester und ich drücken
uns eng zusammen in dem kleinen Käfig.
Manchmal
kommen Menschen uns anzuschauen, oft ganz kleine Menschen, die
sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen.Tag
um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig. Manchmal
packt uns jemand und hebt uns hoch, um uns zu begutachten. Einige
sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns
weh. Oft hören wir sie sagen "Oh, sind die süß,
ich will eines", aber dann gehen die Leute wieder fort. Letzte
Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr
weiches Fell gelegt und gespürt , wie das Leben aus dem dünnen
Körperchen gewichen ist. Als die sie am Morgen aus dem Käfig
nahmen, sagen sie, sie sei krank gewesen, und ich sollte verbilligt
abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein
leises Weinen, als mein kleines Schwesterchen weggeworfen wird.
Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft! Jetzt wird
alles gut! Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich
für MICH entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen
schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt
mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und ihre Mutter
sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hündchen.
Ich heiße jetzt Lea. Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern,
das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf
und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen
und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren
Menschen gefallen und nichts ist schöner als mit dem kleinen
Mädchen herumzutollen und zu spielen.
Erster
Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte.
Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen,
hielt mich sanft und sagte, es wäre o.k. dann entspannte
ich mich. Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige
Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte
etwas von schweren Mängeln und von Dysplansie E und von Herz
zwei. Er sprach von wilden Züchtern und das meine Eltern
nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von
alledem begriffen, aber es war furchtbar, meine Familie so traurig
zu sehen.
Jetzt
bin ich 6 Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild
und stark, aber mir tut jede Bewegung schrecklich weh. Die Schmerzen
gehen nicht weg. Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn
ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich
möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe
es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es
bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen. In der Zwischenzeit
war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es "genetisch"
und "nichts zu machen". Ich möchte draußen
in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen
und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer
als eh und je. Ich konnte nicht einmal aufstehen, um zu trinken
und nur noch schreien vor Schmerzen. Sie tragen mich ins Auto.
Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los? War ich böse?
Sind sie am Ende böse auf mich? Nein, nein, sie liebkosen
mich ja so zärtlich. Ach, wenn nur diese Schmerzen aufhörten!
Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen
ablecken, aber wenigstens erreiche ich seine Hand. Der Tisch beim
Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein
Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe
schaffe ich es, ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute
viel Zeit und ist sehr freundlich, und ich empfinde etwas weniger
Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft,
ein kleiner Stich......Gott sei Dank, der Schmerz geht zurück.
Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit. Ein Traum, ich
sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer großen
grünen Wiese. Sie rufen mir zu, das es dort keine Schmerzen
gibt, nur Frieden und Glück.
So
sage ich meiner Menschenfamilie Auf Wiedersehen auf die einzige
mir mögliche Weise: mit einem sanften Wedeln und einem kleinen
Schnuffeln. Viele Jahre wollte ich mit Euch verbringen, es hat
nicht sein sollen. Stattdessen habe ich Euch so viel Kummer gemacht.
Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware. LEA
1999
J Ellis - bewilligte Übersetzung von E. Wittwer
Dieser
Text kann und soll weiter verbreitet werden, damit sich all die
Leute Gedanken machen, die einen " billigen Hund "erwerben
wollen. Denn auch bei uns gibt es genug SCHWARZ -ZÜCHTER
, die ohne Ahnung, was sie dort tun, Hunde vermehren und Rassen
mischen ohne zu wissen, wie ihr PRODUKT später aussieht.
Auch bei uns in der Gegend gibt es Hundehändler, wo solche
Hunde verkauft werden. Allerdings habe ich selber in unserer Nachbarschaft
erlebt, wie ein dort gekaufter Hund nur 7 Monate wurde, weil er
ein Mischling mit massiven Knochenfehlstellungen war.
Bin ich jetzt
berühmt ???
Heute
wurde ich geboren. Eins von 10! Mein Vater war sehr berühmt,
ich habe eine menge Halbbrüder und -Schwestern, meine Mutter
ist sehr berühmt.
Seit sie berühmt wurde hatte sie immer nur Welpen.
Keine liebende Hand, keine lustigen Ausflüge... nur Welpen.
Sie ist immer sehr traurig, wenn sie von ihr weggehen.
Heute verließ ich mein Heim.
Ich wollte nicht weg, deshalb habe ich mich hinter meiner Mutter
und hinter meinen drei übrigen Geschwistern versteckt!
Ich mochte dich nicht, aber sie sagten ich würde eines Tages
berühmt sein.
Ich frage mich, ob berühmt das Gleiche ist wie Spaß
und gute Zeiten?
Du hast mich aufgehoben und weggetragen, obwohl ich mich vor dir
versteckt habe.
Ich glaube, du dachtest nur daran, mich möglichst schnell
und mit geringstem Aufwand berühmt zu machen.
Mein
neues Heim ist weit weg, ich bin verstört und ängstlich.
Mein Herz sagt sei tapfer, deine Verwandten sind es auch. Ob sie
auch in gute Hände kamen wie ich?? Ich bin hungrig, weil
zuviel essen schlecht für meine Knochen ist. Ich darf nicht
beißen oder schnappen, wenn die Kinder gemein zu mir sind.
Manchmal laufe ich einfach weg und spiele - dann tu ich so als
ob ich auf einer großen Wiese mit bunten Schmetterlingen,
duftenden Blumen und singenden Vögeln bin.
Ich weiß nicht, warum sie mich treten. Ich bin still, aber
der Mann schlägt mich und sagt laute Dinge. Die Frau gibt
mir keine guten Sachen, wie ich sie bei meiner Mutter hatte. Sie
wirft nur Abfälle und Reste auf den Boden und geht weg, bevor
ich nah genug zum Berühren und Schmusen kommen kann. Manchmal
riecht mein Futter schlecht, aber ich esse es trotzdem.
Heute
bekam ich 10 Welpen. Sie sind so wundervoll und warm. Bin ich
jetzt berühmt??
Ich wünschte, ich könnte mit ihnen spielen, aber sie
sind so klein. Ich bin so jung und verspielt, dass es schwer ist,
hier in dem Kellerloch zu liegen und meine Welpen zu säugen.
Jetzt weinen sie. Ich zerkratze und zerreiße mein Fell.
Ich wünschte mir würde jemand etwas Futter zuwerfen,
auch mein Durst ist unerträglich.
Jetzt habe ich nur noch 8. Zwei sind während der Nacht kalt
geworden und ich konnte sie nicht warm machen. Sie sind tot. Wir
sind alle sehr schwach. Vielleicht bekommen wir etwas Futter,
wenn ich sie hinaus trage.
Heute
haben sie uns weggeholt. Wir waren zuviel Aufwand. Jemand kam
um uns zu holen. Dieser Jemand schnappte meine weinenden und winselnden
Welpen und wir wurden in einen Wagen mit Boxen getan. Sind meine
Welpen jetzt berühmt?? Ich vermisse sie, ich habe sie nie
mehr gesehen.
Der Ort riecht nach Urin, Kot Angst und Krankheit. Warum bin ich
hier? Ich war doch genau so schön wie meine Verwandten. Ich
bin hungrig, schmutzig, in Panik und unerwünscht. Das ist
dass Schlimmste, - unerwünscht zu sein.
Niemand kam - obwohl ich immer bemüht war lieb zu sein. Ich
dachte an meine Mutter, an die schöne grüne Wiese, an
die Schmetterlinge...
Heute
kam jemand, legte mir ein Band um den Hals und führte mich
in einen Raum, der sehr sauber war und in der Mitte einen weißen
Tisch hatte. Sie hoben mich auf den Tisch. Jemand hielt mich und
streichelte mich. Ich fühlte mich sooo gut!!! Dann fühlte
ich mich müde und lehnte mich hinüber zu demjenigen,
der mich gestreichelt hatte.
Jetzt
bin ich berühmt: Heute hat sich jemand um mich gekümmert
! ! !
Der Abschiedsbrief
eines Hundes
Hurra,
ich freue mich! Mein Herrchen richtet sein Auto her, wo ich doch
so gerne mit ihm fahre. Wie ich hörte, soll es in den Urlaub
gehen. Ich weiß zwar nicht was das ist, aber da meine ganze
Familie sich freut, muß es etwas schönes sein. Es wurde
viel gepackt und dann ging es los. Ich durfte meinen gewohnten
Platz einnehmen und los ging es. Wir fuhren und fuhren, mir fielen
die Augen zu, da plötzlich hielten wir an. Ich war sofort
wach, mein Herrchen rief mich und begann mit mir zu spielen. Er
warf meinen Ball immer weiter und weiter. So langsam wurde ich
müde, denn es war sehr heiß, und ich war auch nicht
mehr so schnell. Als ich auf den Parkplatz kam, waren auf einmal
Herrchen und Auto weg.
Ich
suchte verzweifelt den Parkplatz ab, aber ich konnte mein Herrchen
nicht finden. Hunger und Durst meldeten sich und nette Menschen
gaben mir Futter und Wasser, andere waren so böse, daß
sie mich verjagten und sogar Steine nach mir warfen.
Es wurde dunkel und kühl, ich war sehr traurig, trotzdem
fielen mir die Augen zu und ich schlief ein. Am Morgen als ich
aufwachte hoffte ich, daß Herrchen meine Abwesenheit bemerkt
hatte, doch es kam ein fremder Mann, der mich mit einer Schlinge
fing und mich auf einen Wagen warf, auf dem sich schon einige
Hunde befanden. Es roch nach Angst und Trauer. Als der Wagen voll
war, fuhren wir los.
Schon
nach kurzer Zeit lud man uns aus und sperrte uns in einen übel
riechenden Käfig. Ich war so traurig, daß ich weder
fraß noch trank, sondern mich in einen Winkel legte und
einschlief. Ich hatte einen schrecklichen Traum: obwohl ich erst
zwei Winter erlebt hatte, so gerne mit meinen Herrchen spielte
und mich meines Lebens freute, sollte ich sterben! Erschrocken
wachte ich auf. Es war schon hell und ich musste erkennen, daß
der Traum Wirklichkeit wurde. Wir wurden in einem Raum geführt,
in dem es nach Tod roch.
Vielleicht,
liebes Herrchen, sehen wir uns irgendwo wieder, ich werde Dich
freudigst
begrüßen
und
an Deine Vergeßlichkeit gar nicht denken, denn Du wirst
bestimmt nach mir gesucht und mich nur nicht gefunden haben.
Ich
habe Dich eben so lieb. ?
Wie konntest
Du nur ?
Als
ich noch ein Welpe war, unterhielt ich Dich mit meinen Possen
und brachte Dich zum Lachen. Du nanntest mich Dein Kind, und trotz
einer Anzahl durchgekauter Schuhe und so manchem abgeschlachteten
Sofakissen wurde ich Dein bester Freund. Immer wenn ich "böse"
war, erhobst Du Deinen Finger und fragtest mich "Wie konntest
Du nur?" - aber dann gabst Du nach und drehtest mich auf
den Rücken, um mir den Bauch zu kraulen.
Mit
meiner Stubenreinheit dauerte es ein bisschen länger als
erwartet, denn Du warst furchtbar beschäftigt, aber zusammen
bekamen wir das in den Griff. Ich erinnere mich an jene Nächte,
in denen ich mich im Bett an Dich kuschelte und Du mir Deine Geheimnisse
und Träume anvertrautest, und ich glaubte, das Leben könnte
nicht schöner sein. Gemeinsam machten wir lange Spaziergänge
im Park, drehten Runden mit dem Auto, holten uns Eis (ich bekam
immer nur die Waffel, denn "Eiskrem ist schlecht für
Hunde", sagtest Du), und ich döste stundenlang in der
Sonne, während ich auf Deine abendliche Rückkehr wartete.
Allmählich
fingst Du an, mehr Zeit mit Arbeit und Deiner Karriere zu verbringen
- und auch damit, Dir einen menschlichen Gefährten zu suchen.
Ich wartete geduldig auf Dich, tröstete Dich über Liebeskummer
und Enttäuschungen hinweg, tadelte Dich niemals wegen schlechter
Entscheidungen und überschlug mich vor Freude, wenn Du heimkamst
und als Du Dich verliebtest.
Sie,
jetzt Deine Frau, ist kein "Hundemensch" - trotzdem
hieß ich sie in unserem Heim willkommen, versuchte ihr meine
Zuneigung zu zeigen und gehorchte ihr. Ich war glücklich,
weil Du glücklich warst. Dann kamen die Menschenbabies, und
ich teilte Deine Aufregung darüber. Ich war fasziniert von
ihrer rosa Haut und ihrem Geruch und wollte sie genauso bemuttern.
Nur dass Du und Deine Frau Angst hattet, ich könnte ihnen
wehtun, und so verbrachte ich die meiste Zeit verbannt in einem
anderen Zimmer oder in meiner Hütte. Oh, wie sehr wollte
auch ich sie lieben, aber ich wurde zu einem "Gefangenen
der Liebe".
Als
sie aber grösser waren, wurde ich ihr Freund. Sie krallten
sich in meinem Fell fest, zogen sich daran hoch auf wackligen
Beinchen, pieksten ihre Finger in meine Augen, inspizierten meine
Ohren und gaben mir Küsse auf die Nase. Ich liebte alles
an ihnen und ihre Berührung - denn Deine Berührung war
jetzt so selten geworden - und ich hätte sie mit meinem Leben
verteidigt, wenn es nötig gewesen wäre.
Ich
kroch heimlich in ihre Betten, hörte ihren Sorgen und Träumen
zu, und gemeinsam warteten wir auf das Geräusch Deines Wagens
in der Auffahrt. Es gab einmal eine Zeit, da zogst Du auf die
Frage, ob Du einen Hund hättest, ein Foto von mir aus der
Brieftasche und erzähltest Geschichten über mich. In
den letzten Jahren hast Du nur noch mit "Ja" geantwortet
und das Thema gewechselt. Ich hatte mich von "Deinem Hund"
in "nur einen Hund" verwandelt, und jede Ausgabe für
mich wurde Dir zum Dorn im Auge.
Jetzt
hast Du eine neue Berufsmöglichkeit in einer anderen Stadt,
und Du und sie werdet in eine Wohnung ziehen, in der Haustiere
nicht gestattet sind. Du hast die richtige Wahl für "Deine"
Familie getroffen, aber es gab einmal eine Zeit, da war ich Deine
einzige Familie.
Ich
freute mich über die Autofahrt, bis wir am Tierheim ankamen.
Es roch nach Hunden und Katzen, nach Angst, nach Hoffnungslosigkeit.
Du fülltest die Formulare aus und sagtest "Ich weiss,
Sie werden ein gutes Zuhause für sie finden". Mit einem
Achselzucken warfen sie Dir einen gequälten Blick zu. Sie
wissen, was einen Hund oder eine Katze in "mittleren"
Jahren erwartet - auch mit "Stammbaum". Du musstest
Deinem Sohn jeden Finger einzeln vom Halsband lösen, als
er schrie "Nein, Papa, bitte! Sie dürfen mir meinen
Hund nicht wegnehmen!" Und ich machte mir Sorgen um ihn und
um die Lektionen, die Du ihm gerade beigebracht hattest: über
Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortung,
und über Respekt vor allem Leben. Zum Abschied hast Du mir
den Kopf getätschelt, meine Augen vermieden und höflich
auf das Halsband und die Leine verzichtet. Du hattest einen Termin
einzuhalten, und nun habe ich auch einen.
Nachdem
Du fort warst, sagten die beiden netten Damen, Du hättest
wahrscheinlich schon seit Monaten von dem bevorstehenden Umzug
gewusst und nichts unternommen, um ein gutes Zuhause für
mich zu finden. Sie schüttelten den Kopf und fragten "Wie
konntest Du nur?".
Sie
kümmern sich um uns hier im Tierheim so gut es eben geht.
Natürlich werden wir gefüttert, aber ich habe meinen
Appetit schon vor Tagen verloren. Anfangs rannte ich immer vor
ans Gitter, sobald jemand an meinen Käfig kam, in der Hoffnung,
das seiest Du - dass Du Deine Meinung geändert hättest
- dass all dies nur ein schlimmer Traum gewesen sei... oder ich
hoffte, dass es zumindest jemand wäre, der Interesse an mir
hätte und mich retten könnte. Als ich einsah, dass ich
nichts aufzubieten hatte gegen das vergnügte Um-Aufmerksamkeit-Heischen
unbeschwerter Welpen, ahnungslos gegenüber ihrem eigenen
Schicksal, zog ich mich in eine ferne Ecke zurück und wartete.
Ich
hörte ihre Schritte als sie am Ende des Tages kam, um mich
zu holen, und trottete hinter ihr her den Gang entlang zu einem
abgelegenen Raum. Ein angenehm ruhiger Raum. Sie hob mich auf
den Tisch und kraulte meine Ohren und sagte mir, es sei alles
in Ordnung. Mein Herz pochte vor Aufregung, was jetzt wohl geschehen
würde, aber da war auch ein Gefühl der Erleichterung.
Für den Gefangenen der Liebe war die Zeit abgelaufen. Meiner
Natur gemäss war ich aber eher um sie besorgt. Ihre Aufgabe
lastet schwer auf ihr, und das fühlte ich, genauso wie ich
jede Deiner Stimmungen erfühlen konnte.
Behutsam
legte sie den Stauschlauch an meiner Vorderpfote an, während
eine Träne über ihre Wange floss. Ich leckte ihre Hand,
um sie zu trösten, genauso wie ich Dich vor vielen Jahren
getröstet hatte. Mit geübtem Griff führte sie die
Nadel in meine Vene ein. Als ich den Einstich fühlte und
spürte, wie die kühle Flüssigkeit durch meinen
Körper lief, wurde ich schläfrig und legte mich hin,
blickte in ihre gütigen Augen und flüsterte "Wie
konntest Du nur?"
Vielleicht
verstand sie die Hundesprache und sagte deshalb "Es tut mir
ja so leid". Sie umarmte mich und beeilte sich mir zu erklären,
es sei ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass ich bald an einem
besseren Ort wäre, wo ich weder ignoriert noch missbraucht
noch ausgesetzt werden könnte oder auf mich alleine gestellt
wäre - einem Ort der Liebe und des Lichts, vollkommen anders
als dieser irdische Ort. Und mit meiner letzten Kraft versuchte
ich ihr mit einem Klopfen meines Schwanzes zu verstehen zu geben,
dass mein "Wie konntest Du nur?" nicht ihr galt.
Du warst es, mein geliebtes Herrchen, an den ich dachte. Ich werde
für immer an Dich denken und auf Dich warten.
Möge
Dir ein jeder in Deinem Leben so viel Loyalität zeigen !
(
Verfasser unbekannt - Die vier Texte wurden uns zugesandt )
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